Graphic Recording auf dem Salzburg Global Seminar

das fertige Graphic Recording (3 m lang), entstanden in einem Zeitraum von gut 3 Stunden (Foto: Irber)

Vor kurzem hatte ich meinen bisher schwierigsten Auftrag auf dem Salzburg Global Seminar im schönen Schloss Leopoldskron. Eigentlich sollte ich am Morgen vor dem Einsatz noch ein kurzes Briefing bekommen. Meine Visualisierung war für 11.30 Uhr vorgesehen, doch als ich um 9 Uhr ankam, war das Programm umgestellt und ich musste sofort mit der Arbeit beginnen. Und wusste von nichts. Mein gesamter Kenntnisstand passte in einen Satz: das Bild soll die Darstellung der Ergebnisse von Diskussionsrunden aus dem Bereich der Philanthropie festhalten. Aha…
Bei der ersten Gruppe habe ich auch prompt nichts verstanden, das Papier blieb weiß. Viele Augen blickten mich fragend an, der Moderator sichtlich nervös. So habe ich mir die Freiheit genommen bei den ersten Präsentationen auch nachzufragen, was ich sonst sehr selten mache. Und so langsam lichtete sich der Nebel. Doch erst am Ende des Bildes dämmert mir, was hier genau diskutiert und erarbeitet worden war. In der Pause habe ich Vertreter der einzelnen Gruppen nochmals persönlich befragt und das Bild mit den Zusatzinformationen ergänzt.

Offenbar hat mein Nichtwissen dem Resultat nicht geschadet. Jede Gruppe war mit den festgehaltenen Schlüsselaussagen sehr zufrieden. Ein Teilnehmer meinte noch zu mir: „You understood everything better than me! And I am already here for two days!“ Wenn der gewusst hätte!
Schön fand ich, dass mich die Moderation bat, eine paar Worte zum Bild zu sagen und die Vorstellung der Ergebnisse aus meiner Sicht zusammenzufassen. So bekommt ein Graphic Recording einen ganz besonderen Stellenwert.
Lustig wurde es noch zum Schluss, als ich meine Wand abbauen und das Bild abnehmen wollte: ein Raunen ging durch den Saal! „Halt, Stopp, wieso kommt das Bild weg?“ Der Moderation blieb nichts anderes übrig, als den aktuellen Programmpunkt zu unterbrechen und den Teilnehmern ein paar Minuten zum Fotografieren einzuräumen. Schade, dass ich davon kein Bild gemacht hatte: eine Traube an Menschen um das Bild mit dem Smartphone in der Hand. Selbst die Selfies durften dabei nicht fehlen.

An dieser Stelle möchte ich übrigens dem Salzburg Global Seminar und der Fotografin Ela Grieshaber herzlich für die Freigabe der Bilder danken.

ich beginne mit dem Auftrag der Farbe (Foto: Salzburg Global Seminar & Ela Grieshaber)
Abschlussbesprechung mit der Moderatorin (Foto: Salzburg Global Seminar & Ela Grieshaber)
zum Schluss durfte ich mein Graphic Recording den Teilnehmern erklären (Foto: Salzburg Global Seminar & Ela Grieshaber)

Wolfgang Irber  –  www.wirber.de

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Wolfgang Irber

Business-Illustrator

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