Ein gutes Strategiebild entsteht nicht am Schreibtisch. Es wächst aus Gesprächen, Beobachtungen und dem Wissen der Menschen, die die Zukunft des Unternehmens gestalten.
Stufe 1: Briefing & Workshop
Der Auftakt: Zuhören und gemeinsam denken

Jedes Visionsbild beginnt mit einem detaillierten Informationsaustausch.
Besonders wertvoll sind die Workshops direkt vor Ort. Dort erlebe ich nicht nur die Menschen und ihre Inhalte, sondern auch die Unternehmenskultur, die Arbeitsweise und das Umfeld. Diese wichtigen Eindrücke lassen sich durch kein Dokument und keinen Videocall ersetzen – und fließen alle ins Bild ein.
Dabei geht es im Workshop zunächst nicht ums Zeichnen, sondern ums Verstehen. Gemeinsam mit Führungskräften, Mitarbeitenden und relevanten Stakeholdern erkunde ich die Vision, die Strategie und die Herausforderungen des Unternehmens.
Welche Zukunft soll entstehen? Was soll sich verändern? Worauf kommt es wirklich an? Worauf sind sie stolz?
Wichtig: Nicht ich zeichne auf dem Auftaktworkshop, sondern der Kunde. Die Teilnehmenden visualisieren ihre Gedanken, Ideen und Perspektiven. So entsteht ein unverfälschtes Bild der Organisation, ohne dass meine eigenen Vorstellungen den Prozess in diesem frühen Stadium beeinflussen.
Stufe 2: Erarbeitung der Geschichte
Die zentrale Bildidee finden und die Strategie sichtbar werden lassen

Nach dem Workshop beginnt die eigentliche kreative Arbeit.
Aus zahlreichen Aussagen, Ideen, Strategiepunkten und Geschichten muss eine zentrale Bildidee entstehen. Genau dieser Schritt ist oft der anspruchsvollste Teil des gesamten Projekts.
Manchmal ist die Lösung sofort sichtbar. Häufig braucht sie Zeit.
Ich lasse die Informationen wirken, gehe spazieren, zeichne erste Gedanken auf Papier und suche nach einer Bildmetapher, die die Strategie verständlich und einprägsam transportiert. Oft leide ich und quäle mich. Eine kreative Idee läßt sich nicht erzwingen.
Wenn die richtige Idee gefunden ist, wirkt sie oft selbstverständlich. Doch bis dahin liegt ein intensiver Denk- und Gestaltungsprozess.
Vom Gedanken zur Geschichte: Das Fundament jedes starken Bildes

Ein Strategiebild ist kein Wimmelbild.
Jedes Element erfüllt eine Aufgabe. Jede Figur, jede Szene und jedes Detail unterstützt die Geschichte, die erzählt werden soll.
Auf den ersten Blick muss das Bild die zentrale Botschaft vermitteln:
- Warum verändern wir uns?
- Wohin wollen wir?
Auf den zweiten Blick werden weitere Ebenen sichtbar:
- wichtige strategische Ziele
- Werte und Kultur
- konkrete Initiativen
- Beiträge einzelner Bereiche
- Chancen und Herausforderungen
So entsteht ein Bild, das sowohl Orientierung bietet als auch immer wieder neue Details entdecken lässt. Die Details zur Geschichte werden in Abstimmung mit dem Kunden entwickelt und so erweitert sich die Skizze mit jedem Videocall.
Bild und Geschichte wachsen dabei gemeinsam.
Stufe 3: Erstellung des Bildes
Erste Entwürfe und gemeinsame Weiterentwicklung im Team

Die erste Skizze ist bewusst einfach gehalten.
Sie dient dazu, die Grundidee zu prüfen und gemeinsam mit dem Kunden weiterzuentwickeln. Nicht jede Idee trägt. Manchmal zeigt sich bereits in dieser Phase, dass ein anderer Ansatz besser funktioniert.
Schritt für Schritt wird die Skizze verfeinert. In einer Reihe von Abstimmungen in Form von Video-Calls entstehen weitere Details, bis ein belastbarer Entwurf vorliegt.
Denn ein Visionsbild entfaltet seine volle Wirkung erst dann, wenn Menschen verstehen:
- WARUM und WOFÜR Veränderung notwendig ist
- WELCHES Ziel erreicht werden soll
- WIE der Weg aussieht
- WIE alle dazu beitragen können
- WAS sich für alle verändern wird
Mitarbeitende einbinden und Perspektiven sichtbar machen

Ein besonders wichtiger Moment ist die Einbindung der Belegschaft.
In einem Workshop vor Ort stelle ich die ausgereifte Skizze des Strategiebildes vor, erzähle gemeinsam mit der Geschäftsleitung die dahinterliegende Geschichte und lade Teams dazu ein, das Bild zu hinterfragen, zu ergänzen und weiterzudenken.
Dabei entstehen häufig wertvolle Hinweise, die bislang gefehlt haben. Die Perspektive der Mitarbeitenden erweitert das Bild und macht die Vision anschlussfähig für den Arbeitsalltag.
Gleichzeitig beginnt hier bereits die eigentliche Veränderung:
Die Belegschaft setzt sich das erste Mal aktiv mit der Zukunft des Unternehmens auseinander und entwickelt ein gemeinsames Verständnis dafür, was erreicht werden soll. Ein Prozess, der ohne das Bild so nie stattfinden würde.
Von der finalen Skizze zur Reinzeichnung

Nach der Integration der neuen Ergebnisse entsteht die Reinzeichnung.
Nun werden Inhalte, Szenen und Details präzise ausgearbeitet. Selbst hier entwickle ich noch viele neue Ideen, die das Bild im Kleinen verbessern. Bevor das Bild fertiggestellt wird, erfolgt nochmals eine Abstimmung mit dem Kunden, um letzte Anpassungen vorzunehmen.
Erst wenn Bild, Botschaft und Geschichte stimmig zusammenwirken, ist das Visionsbild abgeschlossen.
Stufe 4: Druck & Kommunikation
Die Vorstellung des fertigen Bildes: Der Start der eigentlichen Veränderung

Die feierliche Vorstellung des fertigen Visionsbildes markiert keinen Abschluss, sondern einen Anfang.
Ob auf einer Führungskräftetagung, einer Betriebsversammlung oder einem Strategie-Event: Das Bild wird Schritt für Schritt gemeinsam entdeckt, bis das ganze Bild für alle zu sehen und verstanden ist.
Begleitet von der Geschichte hinter der Vision entsteht ein gemeinsames Verständnis darüber, warum die Veränderung notwendig ist und wohin die Reise führt.
Das Bild muss immer sichtbar sein
Damit eine Vision im Alltag präsent bleibt, sollte auch das Bild präsent sein.
Sonst bewahrheitet sich das Sprichwort: Aus den Augen aus dem Sinn. Um dem entgegenzuwirken, hängt das Bild großformatig in Besprechungsräumen, in Produktionsbereichen, und erinnert auf Veranstaltungen oder in digitalen Medien immer wieder an die gemeinsame Richtung. Es muss Teil der Unternehmenskultur werden.
So wird aus einem einmaligen Workshop ein dauerhaftes Kommunikationsinstrument und das Ziel bleibt im Fokus.
Das Strategie-Bild im Alltag nutzen
Seinen größten Nutzen entfaltet ein Strategiebild im Gespräch.
Es eignet sich als Orientierungshilfe für:
- Strategiemeetings
- Führungskräfteklausuren
- Teamgespräche
- Jahresziele
- Fortschrittskontrollen
Das Bild dient als Referenz, um zu sehen, wo das Unternehmen steht, welche Fortschritte erzielt wurden und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Das große Ganze geht nicht verloren, aber auch die einzelnen Initiativen bleiben sichtbar.
Vision & Strategie lebendig halten und weiterentwickeln
Strategien entwickeln sich weiter. Märkte verändern sich.
Deshalb lohnt es sich, ein Visionsbild regelmäßig zu überprüfen. Passt die dargestellte Zukunft noch zur Realität? Haben sich Prioritäten verschoben? Gibt es neue Erkenntnisse?
Ein lebendiges Visionsbild wächst mit der Organisation und bleibt dadurch ein wirksames Instrument für Orientierung, Kommunikation und Veränderung.
Mit der Anpassung geht auch eine Botschaft an die Belegschaft: Schaut, unsere Ziele sind uns wichtig, daher wollen wir sie auch sichtbar machen, selbst wenn sie sich ändern.
FAQ zu Strategie- und Visionsbildern
Wie lange dauert der Prozess?
Drei bis sechs Monate. Kann aber auch über ein Jahr gehen.
Was kostet ein Strategiebild?
Je nach Aufwand, einen vier- bis fünfstelligen Bereich. Eine erste Kostenabschätzung können Sie hier vornehmen.
Wo finde ich Beispiele für Strategie- und Visionsbilder?
Auf meiner Website unter Strategiebild: Im 4-Stufen-Modell zum Bild als visuellen Denkraum
Wer sollte am Auftakt-Workshop teilnehmen?
Teile der Führungsmannschaft und der Belegschaft. Ideal sind rund 15 Personen. Mehr Informationen finden sie unter Visions-Workshop: in einem Tag zum gemeinsamen Ziel.
Ist der zweite Workshop mit der Belegschaft unbedingt notwendig?
Ja, denn er ist ein wichtiger Teil in der Bildentstehung. Sie können den Workshop aber auch in Eigenregie und ohne meine Beteiligung durchführen. Ich würde Sie dann nur beraten. Mit bis zu rund 120 Personen lässt sich das in 2-3 Stunden gut durchführen.
Wie groß kann das Bild ausgedruckt werden?
Hier gibt es keine Beschränkung. Mit moderner Software ist alles möglich.
Mit welcher Software wird das Bild erstellt?
Ich arbeite mit Photoshop und zeichne das Bild digital mit der Hand.
Können wir danach Änderungen am Bild vornehmen?
Ja. Sie bekommen von mir die originale Photoshopdatei zur freien Verwendung. Die Nutzungslizenz ist unlimitiert.
Wie wird die Geschichte zum Bild entwickelt?
Ich mache einen Vorschlag auf Basis der Informationen aus dem ersten Workshop. Dann haben Sie die Möglichkeit, den Text zu überarbeiten. Bild und Text entwickeln sich für gewöhnlich Hand in Hand.
Wozu läßt sich ein Strategiebild nutzen?
Der Nutzen ist nur limitiert durch die eigene Fantasie. Zum Beispiel: Kommunikation der Vision und Strategie, Change-Prozess verständlich machen, Kultur- und Werteentwicklung mit Leitbild, Führungskräftekommunikation
