
Für mich beginnt ein gutes Recording schon in der Vorbereitung, im Gespräch mit dem Kunden. Was will der Kunde, was sind die Inhalte, was soll mit dem Recording erreicht werden, wozu wird es später verwendet? Dementsprechend wird der Bildaufbau geplant und eine Grundstruktur festgelegt. Titel und Thema-Illustration werden vorab aufgebracht. So bekommen die Teilnehmer einen ersten Eindruck
Während des Recordings versuche ich immer das große Ganze im Blick zu haben, arbeite möglichst offen, noch ohne viel Illustration oder Rahmen. Wenn sich der Vortag dem Ende nähert beginne ich erste Farbe aufzutragen und mehr Illustrationen zu setzen. Diskussionsbeiträge und Fragen werden entsprechend eingefügt. Am Ende des Vortrags habe ich ein Grundgerüst mit allem Text, ersten Illustrationen und etwas Farbe.
Danach beginnt für mich die schwierigste Arbeit: was ist wirklich wichtig, wie kann ich es herausheben, wie kann ich es illustrativ unterstützen, wie kann ich die Farbe zur Strukturierung nutzen, wie kann ich das Auge leiten?
Erst wenn es mir gelungen ist, die Information geordnet und lesbar sichtbar werden zu lassen, wenn sich Worte und Bilder unterstützen, dann ist es für mich ein gutes Recording: ein Gesamtwerk aus Schriftbild, Illustrationen, Farbe und Gestaltungselementen wie Strichdicke, Rahmen, Pfeilen etc.
Es muss von der Weite wie von Nahem wirken. Es muss beim Betrachten Spaß machen, aber auch die Inhalte sachlich richtig wiedergeben.
Wenn ich dann sehe, wie sich die Menschen vor dem Bild versammeln, diskutieren, schmunzeln, Fotos machen, mit mir sprechen, wie das Bild auch Teil des Seminars wird, wie Bezug darauf genommen wird, dann weiß ich, dass ich mein Ziel erreicht habe.
Wolfgang Irber – www.wirber.de
