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Die Corona-Krise im Bild

Ein illustriertes Tagebuch meiner persönlichen Eindrücke (im Original veröffentlicht auf LinkedIn)

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3. März 2020

Der Beginn der Absagen

Für mich begann es Anfang März. Am Wochenende waren wir privat mit ungutem Gefühl noch zu einer Geburtstagsfeier in Wien gewesen. Direkt im Anschluß musste ich nach Stuttgart. Der Event am Montag war seltsam, jeder sprach über Corona. Dort kam am Nachmittag dann die Absage für das Folgeevent, das eigentlich am nächsten Tag hätte stattfinden sollen. Und es kam nicht nur die Absage für dieses Event, sondern gleich eine Absage nach der anderen. Damals dachte ich noch, es wird nur der März sein…

5. März 2020

Frustration

Frustriert von den vielen Absagen saß ich zu Hause. Zwar hatte ich noch für März und April viele Aufträge am Schreibtisch abzuarbeiten, aber es war schwierig, sich zu konzentrieren. Die Tage waren dominiert von Corona-Nachrichten. Gefühlt war der Virus nicht winzig, sondern riesig.

10. März 2020

Corona überall

Plötzlich war in allen Medien nur noch Corona zu hören und zu sehen. Und es war mir klar, dass Graphic Recording oder überhaupt Illustration in den nächsten Monaten ein ganz schwieriges Business werden wird.

11. März 2020

Falsche Einschätzung

In den USA wurde der Virus vom Präsidenten noch verharmlost. Sollte er sich mal nicht täuschen. Ich denke, er spiegelt nur die Meinung vieler wieder. Die wirkliche Gefahr der Panemie mit allen Folgen ist noch nicht im Bewußtsein angekommen.

12. März 2020

Krisenstimmung in der Wirtschaft

In der Wirtschaft war Krisenstimmung angesagt. Es gab ja mittlerweile auch Krisen genug. Doch Corona wurde die Mutter aller Krisen. In den Zeitungen ging bereits das Wort umher von der darauffolgenden Mutter aller Rezensionen. Wie kann man da noch ruhig und kreativ arbeiten?

18. März 2020

Ausgangsbeschränkung

Mitte März wurden die Ausgangsbeschränkungen in Bayern in Kraft gesetzt. In der Familie waren plötzlich alle wieder zu Hause, was trotz Krise auch sehr schön war und immer noch ist. Und es wurde plötzlich klar: wir haben es mit unserem Verhalten in der Hand, wie lange die Krise dauern wird. Söder wurde mit seiner für einen Politiker klaren Sprache zum nationalen Helden.

25. März 2020

Kampf um jedes Leben

In den Krankenhäusern, Pflege- und Altenheimen begann der Kampf ums Leben und wurde immer härter. Ärzte, Pfleger, Krankenschwester sind eingeschworene Gemeinschaften und arbeiten wie kleine gallische Dörfer. Das Bild unten ist auch eine Hommage an Alberto Uderzo, der in diesen Tagen verstorben ist.

26. März 2020

Wir sehen uns alle digital

Plötzlich waren Videokonferenzen in aller Munde. Es wurde gezoomt, geskypet, geswebext was die Bandbreite hergab. Es durfte nicht mehr gereist und sich nicht mehr getroffen werden. Zoom wurde zum Shooting-Star der Szene. Die Kachelbilder gingen in allen sozialen Medien um die Welt. Und sie sind mit allen Einblicken in private Räume auch sehr lustig.

30. März 2020

Hamsterkäufe

Im Handel verschärfte sich die Knappheit. Hamsterkäufe wurden zur Regel. Toilettenpapier war knapp, Atemschutzmasken sowieso, Desinfiktionsmittel wurden selbst aus den Arztpraxen gestohlen. Die Welt war in Sorge. Ich konnte es selbst nicht glauben, als ich die leeren Regale sah. Was passiert hier? Es hat zwei Wochen gedauert, bis ich wieder die erste Packung Toilettenpapier ergattern konnte.

31. März 2020

Unsere Haare werden es zeigen

Da Friseure nicht system-relevant sind, bleiben sie geschlossen. Wie lange wohl. Werden wir bald alle mit langen Haaren herumlaufen?

3. April 2020

Wir werden uns daran gewöhnen müssen

Das Tragen von Gesichtsmasken beginnt langsam normal zu werden. In manchen Ländern ist es schon verpflichtend. Da sie uns gesichtslos machen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie zum Fashion-Accessoir werden.

7. April 2020

Not macht erfinderisch

Je länger die Krise dauert, umso knapper werden Produkte, die normalerweise nicht besonders nachgefragt sind. Krankenhäuser und Pflegeheime suchen verzweifelt nach Schutzanzügen. Abfallsäcke werden schon verwendet, um Notanzüge zu schneidern. Hoffen wir, dass sich die Situation nicht so verschlechtert wie auf dem Bild dargestellt.

14. April 2020

Corona Blues

Ich stelle fest: mir geht es genauso wie vielen anderen auf dieser Welt. Die Laune wird schlechter. Heute habe ich besonders schlechte Laune.

17. April 2020

Ich habe mir das Jahr 2020 ganz anders vorgestellt

In den Medien geht die Diskussion um: kann ich für etwas, das ich gebucht habe, das Geld zurückbekommen oder nur einen Voucher? Ich würde gerne das ganze Jahr 2020 zurückgeben. 2019 war viel besser gewesen.

27. April 2020

Die Zukunft ist mehr als ungewiß

Ab heute werden die Geschäfte unter Auflagen wieder geöffnet. Gesichtsmasken bestimmen das neue Straßenbild. Wie die nächsten Monate sein werden? Das wüsste ich nur zu gerne…

15. Mai 2020

Verschwörungstheorien greifen um sich

Die Pandemie scheint im Griff zu sein, mittlerweile gibt es auch wieder Toilettenpaperi, doch das Virus hat Auswirkungen auf die Psyche. Weltverschwörungstherorien werden modern, plötzlich weiss jeder, was ein Aluhut ist und wir sollen doch endlich alle aufwachen, wir Schlafschafe und angepassten Mitläufer.

12. Juni 2020

Ein verzweifelter Präsident

Die Pandemie nimmt in den USA immer größere Ausmaße an. Trump beginnt die Pandemie zu ignorieren. Manche munkeln auch, er verliert die Lust an seiner Präsidentschaft. Ganz nach dem Motto: wenn es das Land nicht schafft, ihm ausreichend zu huldigen und zu danken, dann wird er das Land einfach entlassen. Das hat als Strategie bisher immer gut unter seinen Mitarbeitern funktioniert. Wann wird es hier soweit sein? Kann man ein ganzes Land entlassen?

3. Juli 2020

Seit wann hat eine Maske Löcher?

Trump lieferte eine Cartoon-Steilvorlage, als er von sich behauptet wie Lone Ranger auszusehen, wenn er als Präsident eine Gesichtsmaske trägt. Nur… Lone Ranger hat die Maske über die Augen getragen und die Augen waren frei. Trägt Trump die Maske über die Augen? Das würde vieles erklären…

7. Juli 2020

Wenn Meetings alle virtuell werden

Mittlerweile versuchen auch Vereine ihre Treffen wieder abzuhalten, wenn auch virtuell. Und es klappt besser als gedacht, selbst mit der nicht so digitalen Generation. Und für mich als Graphic Recorder eignet sich das Zoom-Kachelbild hervorragend um die Kernaussagen einzubinden. Wenn das nicht zeitgenössische Kunst ist.

Fortsetzung folgt…

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Dr. Wolfgang Irber

Wolfgang ist Illustrator im B2B-Bereich und überzeugter Surface-Pro-User. Er visualisiert Visionen & Strategien, leitet und illustriert Workshops, begleitet Führungskräfteseminare, unterrichtet Sketchnoting und erklärte die kreative Nutzung eines Surface in Kursen. Sein wichtigste Arbeitsmittel ist immer der Stift. Ob auf Papier oder digital auf seinem Surface. Im Blog, auf LinkedIn, Instagram, Twitter und Facebook berichtet er mit spitzem Surface Pen regelmäßig über ganz persönliche Erfahrungen aus der Welt der Illustration und der Digitalisierung.