Als Graphic Recorder komme ich an die unterschiedlichsten Orte. Doch dieser Einsatz war etwas ganz Besonderes. Diesmal führte mich mein Weg zu einer ehemaligen Raketenstation westlich von Düsseldorf, die heute als Kunstmuseum genutzt wird.
Schon die Anreise hatte ihren eigenen Charakter: Als ich früh morgens mit dem Taxi Düsseldorf verließ, wurden die Straßen zunehmend schmaler, die Umgebung immer abgeschiedener. Irgendwann fragte ich mich, ob wir überhaupt noch richtig unterwegs waren. Doch dann tauchte das Ziel vor uns auf.
Mein erster Eindruck: beeindruckend. Die außergewöhnliche Architektur und die Geschichte des Ortes schufen eine Atmosphäre, die man so nicht alle Tage erlebt.
Hinzu kam eine weitere Besonderheit: Da sich ein großer Teil der Veranstaltung unterirdisch abspielte, gab es den gesamten Tag über keinen Handyempfang – für mich ebenso wie für die Teilnehmer der Banktagung eine ungewohnte, aber durchaus spannende Erfahrung: Die volle Aufmerksamkeit galt dem Austausch, den Vorträgen und den Workshops.
Während des Tages hielt ich die wichtigsten Inhalte und Diskussionen in Form eines Graphic Recordings fest. Zwischen den Programmpunkten blieb sogar etwas Zeit, einen Blick auf Teile des Museums und seine Ausstellungen zu werfen, auch wenn die meisten Bereiche für die Veranstaltung genutzt wurden.
Am Abend erhielt das fertige Graphic Recording seinen großen Auftritt: Die Zeichenwand wurde auf die Bühne gestellt und diente als visuelle Zusammenfassung des Tages. Parallel verwandelte sich der Veranstaltungssaal in ein stilvolles Restaurant für das gemeinsame Abendessen. Erst spät am Abend baute ich meine Wand ab und machte mich auf den Weg ins Hotel.
Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht – denn bereits am nächsten Morgen ging die Reise weiter, diesmal nach Berlin.

