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Graphic Recording in Stuttgart oder wie man mit Analyzing Recording Licht ins Dunkel bringt

Die Lokation war cool und inspirierend: die Kunstfabrik in Stuttgart. Die Gruppe selbst war angenehm klein und sehr bunt aus vielen verschiedenen Abteilungen zusammengestellt. Das Thema: was bringen wir dem Kunden für einen Nutzen? Der erste Teil begann mit der Kundenanforderung und war noch „business as usual“. Doch schnell kam der schwierige Teil.

Graphic Recording machte hier keinen Sinn mehr

Nach dem allgemeinen Teil konzentrierten sich die Diskussionen auf Details, Metaplanwand nach Metaplanwand mit vielen Zetteln wurde besprochen und schnell wurde mir klar: ein Live-Recording macht jetzt keinen Sinn mehr. Für die Teilnehmer war die Diskussion zwar sehr wichtig, denn zum ersten Mal hat jede Abteilung gehört, was die anderen macht. Aber meine Aufgabe war es eigentlich herauszuarbeiten: was ist der abteilungsübergreifende Nutzen für den Kunden? Das klassische Graphic Recording war hier nicht mehr sinnvoll, Analyzing Recording war gefragt.

Mit Analyzing Recording ein Ergebnis liefern

Ich legte meinen Edding zur Seite, schnappte mir mein Notizbuch und hörte zu, schrieb auf, versuchte einen roten Faden zu finden. Seite um Seite füllte sich. In den Pausen sprach ich mit vielen Teilnehmern, verstand mehr und mehr von der Gesamtproblematik.

Als sich die Diskussion schließlich am späten Nachmittag in technischen Details verlor, kehrte ich an meine Zeichenwand zurück. Alles, was ich gehört hatte, gliederte ich in Kategorien und visualisierte sie entsprechend. Am Ende stand sogar ein guter Slogan.

Als ich dann zum Ende des Workshops das Bild vorstellte, meinte der Kunde: „Noch nie haben wir so klar unseren Kundennutzen gesehen. Wahrscheinlich sind Sie der erste, der uns versteht!“ Ein besseres Kompliment kann man nicht bekommen. Vielen Dank, mein Kunde aus Stuttgart!

Wolfgang Irber

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Wolfgang Irber

Business-Illustrator